Preisverleihung 2010 im Theater Hameln

Futter für Leseratten

DRK  Rolf Wilhelms DRK Hameln Preisausschreibung Hameln Ortsverein Hameln Ortsverband

Anerkennende Worte vom
Vorsitzenden Wilfried Altkrüger


In literarischen Salons der Landeshauptstadt Niedersachsen werden sogenannte „Bücherziegel“ diskutiert, die selbst diejenigen nicht zuende gelesen haben, die darüber moderieren. Im Provinztheater an der Weser werden kurze Geschichten prämiert, die Autoren von weit her geschrieben und sich dann damit um einen Preis in Hameln beworben haben.

Es ist (noch) eine relativ unbekannte Literaturauszeichnung, aber deswegen keinesfalls unbedeutende. Sie trägt den Namen eines Mannes, der in Hameln als PR-Mann von 1968 bis 1993 die Öffentlichkeitsarbeit der Stadtverwaltung gestaltete. Eine Zeit, in der das Kürzel PR für public relations noch nicht zum allgemeinen Sprachschatz gehörte, wirkte Rolf Wilhelm. Er kam aus Wilhelmshaven und war auch Lokalredakteur der HAZ. Als er 2002 starb, hinterließ er eine Lücke, insbesondere dort, wo er neben und nach seiner Arbeits- und Amtszeit auch noch wirkte: beim Deutschen Roten Kreuz. Da die Helferinnen und Helfer der Freiwilligen-Organisation ihrem Mitglied ein lebendiges Denkmal setzen wollten, riefen sie den Rolf-Wilhelms-Literaturpreis ins Leben.

Dieses Jahr werden zum dritten Mal die Preisträger und weitere Autorinnen/Autoren in einer Anthologie mit 20 Kurzgeschichten präsentiert. Das Thema lautet: Krimis. Nicht irgendwelche, nein; spannende Geschichten mit einem Bezug zum Weserbergland – egal ob aus dieser Zeit oder einer lange zurückliegenden. Anlaß war das Jubiläum der Rattenfängersage im zurückliegenden Jahr, eine Geschichte, deren Aufklärung bis in die Gegenwart nicht gelingt, weil echte Beweise fehlen.

In der mit dem 1. Preis bedachten Geschichte von Günter von Lonski  (Hannover) braucht es keine Beweise fürs kriminelle Verhalten. Es ist eine topaktuelle Story aus dem Zeitalter der Vorratsdatenspeicherung, die sich in der Fußgängerzone Hamelns abspielt.

Der 2. Preis wird an Stefan Proba (Köln) für eine Geschichte über einen Polizisten aus Bodenwerder vergeben.

Den 3. Preis gewann Nicole Mahne (Bielefeld) für ein Verbrechen im Schatten des Atomkraftwerks.

Mehr wird nicht verraten, denn Sie, liebe DRK`nis vom Ortsverband Hameln und alle anderen Leseratten sollten den Band 3 des Literaturpreises für 7 Euro in der Geschäftsstelle des DRK, Zentralstr.1 (Mo - Frei 9-12 Uhr) erwerben. Er eignet sich auch – ebenso wie Band 2 – als Zugabe zum Osterei.
Jutta Franke


Günter von Lonski geboren 1943 in Duisburg. Studium an der Hochschule der Künste, Berlin. Seit 1983 freiberuflicher Schriftsteller (VS). Er hat zwei erwachsene Kinder, ist verheiratet und lebt in der Nähe von Hannover.
Veröffentlichungen: Romane, Krimis (aktuell: „BlattSchuss“), Theaterstücke, Anthologien, Kinderbücher, Jugendbücher (aktuell: „Gib Speiche“, Kinderfunk-Sendereihen, Hörfunkbeiträge, Satiren, Glossen und Schulbuchbeiträge. www.vonlonski.net


Stefan Proba, geboren am 20.11.1967 in Bamberg, lebt in Köln; Studium der Germanistik, Pädagogik, Philosophie an der Universität Köln; Magister Artium 1995; Freiberuflicher Lektor.
Mit seinem Beitrag „Veränderungen“, erschienen in „Kurzgeschichten 9/2008“, hat er sich der Literaturwelt vorgestellt.


Dr. Nicole Mahne, geboren 1972 in Verl, ledig, eine Tochter. Magisterstudium der Germanistik, Linguistik und Pädagogik, anschließend Promotion im Fachbereich Germanistik an der Universität Bielefeld; seit 2007 Freie Lektorin und Autorin.
Sie ist 2007 mit dem Kinder- und Jugendliteraturpreis Eberhard des Landkreises Barnim ausgezeichnet und für den Deutschen Kurzkrimipreis 2009 nominiert (5. Rang) worden. www.lektorat-textperfektion.de